Neuseeland Experte - Erfahrungsbericht

Exklusive Kleingruppenreise

Exklusive Kleingruppenreise Neuseeland

21 Tage durch das Land der langen weißen Wolke

mit Ronny Scherer

Tag 1 *Ankunft Auckland

Herzlich willkommen in Neuseeland.


Nach Ihrer Ankunft holt Sie Ihr Reiseleiter am Flughafen ab und bringt Sie zu Ihrer ersten Unterkunft (Gruppentransfer). Sie haben erst einmal Zeit, sich nach dem langen Flug zu entspannen oder Auckland auf eigene Faust zu erkunden.


Gegen 18:00 Uhr treffen Sie zusammen mit Ihren Mitreisenden Ihren Reiseleiter im Hotel und werden die aufregenden nächsten Tage der Reise besprechen.


Wir beenden den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen.

Hier Text eingeben

image
image
image

18./19./20.10. ANREISE - CHRISTCHURCH

1. Tag: Mit Emirates zu fliegen, ist einfach nur genial. Ich glaube in der Economy bleibt es hier DAS Maß aller Dinge. Zum 11. Mal in Folge gewinnt die Airline im Vergleich mit allen anderen in der Rubrik "Unterhaltung" und die neue Verbindung seit März 2016 Dubai - Auckland tut ihr übriges, die Airline zu meinen Favoriten werden zu lassen (knapp gefolgt von Singapur Airlines, mit der ich letztes Jahr meine Freude hatte).


Unsere Route für die Anreise ist Frankfurt - Dubai - Sydney - Christchurch, da wir mit der Südinsel von Neuseeland anfangen wollen. Das heißt 6 Stunden plus 13 Stunden plus 3 Stunden reine Flugzeit zzgl. Aufenthalt. Klingt schlimm, ist jedoch gar nicht so heftig wie erwartet. Das lag zum einen an der Emirates, die ja nun alles macht, um das Fliegen so angenehm wie möglich zu machen (man beschwert sich ja auch nicht, wenn man 13 Stunden in einem Fernsehsessel hockt und grade aus dem Kino kommende Filmen guckt) und zum anderen lag das an meiner Gruppe, die den Flug genauso entspannt fand, wie ich. 


Immigration mit bisl viel Fragerei, wohin, warum, was mit eingeführt und ob Deutsche eigentlich mehr die Weinkenner anstatt die Biertrinken sind.

Am Ausgang wartete schon unsere Gabi, welche unser Guide und Driver die nächsten drei Wochen sein wird.

Manchmal merkt man einfach, dass es von Anfang an passt. Niedlicher, niegelnagelneuer Bus und ab gings zur ersten Unterkunft in Christchurch.

Und da laust mich doch der Affe, das Towers on the Park, was ein tolles Motel in schönster Lage ist, steht unmittelbar neben meinem Hotel, welches ich letztes Jahr in Christchurch hatte, dem Chateau in the Park. Knaller!!!

Im Restaurant DuxDine Christchurch - Abendessen ... NEW ZEALAND ... wir sind angekommen ...

image
image
image

21.10. CHRISTCHURCH / Halbinsel BANKS PENINSULA - auf nach AKAROA

2. Tag: Im Chateau ausgezeichnet gefrühstückt. Eine kleine Stadtrundfahrt in Christchurch, an den botanischen Gärten vorbei, in das immer noch ganz schön lädierte Stadtzentrum (von den beiden schweren Beben 2010/2011) und dem Museum, wo gerade die 75 Jahre AirNewzealand Sonderausstellung drin war. Spektakulär, da die viel auf Multimedia zurückgreifen und man auch nen Ausblick in Form von begehbaren Modellen aus der Vergangenheit bzw. mit Hilfe von 3D-Brillen nen Blick in die Zukunft der Airline werfen kann.

Weiter geht's nach ner reichlichen Stunde Fahrt auf die Vulkanhalbinsel Banks Peninsula und dem kleinen, schwer französisch angehauchten Ort Akaroa.

Ab Mittag reißt das Wetter auf und jedes Klischee von Neuseeland wird nun bedient. Schon jetzt ist mir klar, dass ich meine Gruppe mit dem "Neuseeland-Virus" infiziert habe.

Nachmittag hatten wir spontan noch eine Tour in die Bucht rein bis aufs Meer gemacht, um die seltenen kleinen Hektordelfine zu sehen. Mutter Natur dachte sich das bisl anders und verwehrte uns diese, zeigte uns jedoch die ersten Seelöwen und Pinguine.

Es war ein Spaß, auf der teilweise rauen See mit dem Boot und unserem kleinen tapferen Crewmember "Buster" über die Wellen zu jagen. Alle inklusive mir waren erstaunlich, ungewöhnlich gut seetauglich und keinen überraschte das mehr als mich selbst.

Abends tolles Abendessen auf Kosten des hier gezüchteten Akaora Lachses direkt an der Promenade in genau der Atmosphäre (Achtung Schmalzalarm) die mein Herz zum leuchten bringt. 

image
image
image

22.10. Von BANKS PENISULA zu den Farmern in der CANTERBURY-EBENE

3. Tag: Ein stechend blauer Himmel sagt Guten Morgen. Auf dem Kraterrand umkreist man die Banks Peninsula mit Ausblicken, die in hoffentlich zukünftige Filmtrilogie rein müssen. Spektakulär ist untertrieben!

Wenn man es net doch schon besser wüsste, wäre mir nicht klar, wie das hohe Niveau zu halten wäre.

Auf dem Weg zu unseren Farmern noch nen kleinen Spaziergang durch nen typischen Wald, dem Peel Forest.

Julie und Toni und deren beiden Kinder bewirtschaften eine 350 Hektar große Farm mit 1500(!) Schafen. Nach nen kleinen Rundgang, einer Fütterung der Lämmer und einem kleinen Austausch wo wer herkommt (wir hatten noch 4 Amerikaner dabei) gings ans toll zubereitete Abendessen (natürlich Lamm) inkl. Pavlova.

image
image
image

23.10. Von guten Freunden den Farmern Julie & Tony Abschied nehmen und auf zum WOLKENDURCHBOHRER MOUNT COOK

4. Tag: Augen auf "Ach du heilige Scheisse" was für eine Kulisse! Hier aufzuwachen ist unfassbar! Wolken jagen am Horizont den Bergen runter. Lämmer springen über die Wiesen und man fragt sich, ob die Kulisse real ist. Julie bastelte an einem Frühstück, was an jedes Hotel rankommt. Herzlichst und bisl traurig war der Abschied von Julie, Tony (amtierender Schafscherweltmeister) und den Kids Cameron und Zoe.

Auf dem Weg zum Mount Cook kurzer Stopp bei der kleinen Kirche am Lake Takepo, die als Fotomotiv ein Muss ist.

Gleich links daneben oberhalb ist das Observatorium auf Mount John. Irgendwann will ich mal im Dunkeln hier sein. Da muss man jedoch hier schlafen. Hier den Sternenhimmel mal anschauen, glaube das ist einmalig.

Oben auf Mount John hat man einen tollen Ausblick auf den Ort Lake Takepo und bei klarem Himmel ist der See in einer Farbe die seinesgleichen sucht.

Auf dem Weg zum Mount Cook taucht man immer tiefer in die Welt der Neuseeländischen Alpen ein, bis man im Ort namens Mount Cook ankommt. Eingecheckt in der Aoraki Mount Cook Alpine Lodge und auf geht's zum nem Walk über Hängebrücken und reißende Flüsse bis an den Fuß des Berges.

2,5 Stunden pro Strecke sollte eingeplant werden, wir liefen bis zur Hälfte aufgrund der späten Ankunft im Hotel.

Unsere Lodge hat was ganz Besonderes, eine Grillterrasse mit Ausblick auf dem Aoraki, dem "Wolkendurchbohrer".

Heute Abend haben wir bei dieser tollen Terrasse uns für ein Barbecue entschieden. Lammwürste, ganz tolles Neuseeländisches Rind, Süsskartoffeln ... alles drauf aufn Grill. Dazu ein Herr der Ringe Bier, was bis auf die Aufmachung der Flasche katastrophal schmeckt, ein perfekter Moment! 

image
image
image

24.10. Vom AORAKI dem Wolkendurchbohrer nach TE ANAU, unserem südlichsten Ziel der Reise.

5. Tag: Heute wirds ein Fahrtag werden. Kurz vor Queenstown machen wir nen kurzen Stopp an der ersten Bungyjumpinganlage vom Erfinder A.J. Hacket. Nachdem ich die große Klappe gehabt habe, musste ich dann doch gekniffen, wo ich die 154m hohe Brücke gesehen habe. Das man nen leichten Knall haben muss, ist spätestens ersichtlich wenn man Leute auch nackt springen sieht. (Nachtrag: 4 Tage später bin ich... Ihr werdet es ja lesen... achso und ein Jahr später bin ich dann exakt hier auch gesprungen - nur nicht nackt). 

Heute Abend gibt's Lambraten in der Range von TeAnau.

image
image
image

25.10. Das Naturwunder der MILFORD SOUND

6. Tag: Der frühe Vogel kann mich mal! Aber von Te Anau zum Milford Sound sinds halt schon mal knappe 200 km und da es schon ein bisl gekurve ist, braucht man ein Stück.

Da das Ziel, der Milford Sound, zweifelsohne mehr als beeindruckend ist, ist der Spruch "der Weg ist das Ziel" hier net ganz zutreffend. Da es die Nacht geregnet hat und die Tage vorher auch net die Trockensten waren, sind auf der tollen Straße hinter dem Homertunnel (wo man glaubt man fährt direkt runter zum Hades) unzählige Wasserfälle, welche links und rechts die steilen Hänge runterkrachen. Hier macht es auch mal Sinn, auf die braunen Schilder zu achten, welche generell in Neuseeland immer auf nen Aussichtspunkt, nen Walk oder wie hier auf versteckte Wasserfälle hinweisen. Einer der versteckten Wasserfälle ist relativ nah am Milford Sound dran.


Immer wieder wenn man anhält, um die Natur auf sich wirken zu lassen, seine Wasserflasche an den Bächen oder Wasserfällen auffüllen möchte oder einfach nur seine 64 GB Speicherkarte in der Kamera schneller zu füllen als gedacht, trifft man auf die Keas. Diese Papageienart ist mehr als nur zahm. Sie gehen direkt auf Autos, um Antennen oder Gummis anzuknabbern. Und da ist es auch schon passiert, dass aus dem Mietwagen nach längerer Abwesenheit zum Ski fahren im Winter oder bei ner Tageswanderung im Sommer, einen die Frontscheibe entgegengeflogen kommt. Lustig sind die Vögel definitiv zu beobachten und mit Plastik raschelnd kommen sie sogar angerannt und belagern ganz schnell den Bus oder das Auto, selbst wenn man nur an der Ampel steht.

Am Terminal vom Milford Sound angekommen fuhr grad unser Schiff ab, aber die Leute sind hier so entspannt, so nehmen wir eben das nächste, was ne Stunde drauf fährt.

Unter den tosenden Wasserfällen (wo sich der Kapitän auch nicht lumpen lässt mal reinzufahren und den Gästen, die draußen sind, mal ne Dusche zu verpassen) durch den Sound zu schippern ist schon eine tolle Sache. Zumal Robben und Pinguine überall mal auftauchen. 

image
image
image

26.10. TE ANAU - QUEENSTOWN

7. Tag: Die Strecke am Lake Walatipu entlang bietet ein Panorama, was Postkartenmotivwürdig ist.

Am frühen Nachmittag erreichen wir schon Queenstown. Ein paar nutzen die Gelegenheit des schönen Wetters und stürzen sich in die erste Aktivität, der Seilbahnauffahrt mit der Skyline auf dem Hausberg. Ein traumhafter Ausblick auf Queenstown mit seinen Halbinseln und dem tollen Massiv im Hintergrund. Hier oben gibt es unzählige Möglichkeiten. Downhill Mountainbiken, Bungyjumping, Swinging, Zipping, The Luge (Kombination aus Sommerrodelbahn und Seifenkistenrennen), dass schreit einen ja förmlich an was zu machen. Wichtig ist drauf zu achten, dass man bevor man mit der Skyline hochfährt, sich schon für eines der vielen Kombinationsangebote entscheidet. Die Ersparnis ist ordentlich. Unsere Kombi heute war Skylineauffahrt + 6 x Luge (Seifenkisten) fahren. Lustige Sache mit einem Knaller-Panorama auf zwei Strecken, einer blauen und roten Piste.

Da vergeht der Nachmittag wie im Flug. Noch ein Mangococktail im Skyrestaurant mit unbeschreiblicher Aussicht und dann kommt der kleine Hunger.

Pflicht in Queenstown ist es, einen "Ferg"-Burger zu probieren. Ist ganz leicht zu finden. Da wo IMMER eine Schlange ansteht. Mein Tipp ist der "Sweet Bambi". Ich hab nirgendwo auf der Welt einen besseren gegessen! 

image
image
image

27.10. QUEENSTOWN - Adrenalinstadt!

8. Tag: Heute hatten wir für unsere Gruppe eine fakultative Dampfschifffahrt über den See rüber zur Mackenzie-Farm bestellt. Der Bus musste heute eh stehen bleiben und somit waren auch alle dabei. Schafscheren und das Farmleben wurde hier drüben präsentiert. Authentischer hatten wir es jedoch schon auf unserer Farm.

Ich wollte jedoch mir noch viel mehr von den möglichen Aktivitäten von Queenstown anschauen. Sie heißt ja nicht grundlos Adrenalincity. Am Hafen bin ich auf paar Speedboote gestoßen, aber das hatte ich sowieso auf der Nordinsel mit meiner Gruppe noch vor.

Ganz interessant fand ich den "Hydroshark". Ein Zweisitzer, Pilot und Gast hintereinander in einem haiähnlichen geschlossenem Boot, was auch kleine Strecken unter der Wasseroberfläche fahren kann. Ist ein tolles Erlebnis und der Pilot war spitze!

Am frühen Nachmittag waren meine Gäste wieder mit dem Dampfschiff angekommen. Mit Einigen gingen wir zur Seilbahnstation und entschlossen uns nochmal mit hochzufahren.

Tja und dann überredete ich mich selbst das nun endlich zu tun. Den kurzen kleinen Moment der Verrücktheit zu finden, um über Queenstowns Dächer einen Bungysprung zu machen. Nicht irgendwo, genau hier, in Neuseeland, dem Geburtsort dieser irren Sache und nicht irgendwo in Neuseeland, sondern genau hier mit diesem Ausblick (als ob das ne Rolle spielen würde, wenn man seinem Hirn mitteilt, was zu tun, wo sämtliche Alarmanlagen eigentlich einen ausknipsen müsste).

I dit it - ich habs getan. Somit ist das von der Löffelliste gestrichen.

Abends hatte ich in der Flamebar (einem saugeilen Steakhouse direkt am Hafen) nen Tisch für unsere Gruppe reserviert.

Es war wieder megalecker, wie schon letztes Jahr. 

image
image
image

28.10. Queenstown - Fox Gletscher

9. Tag: An der niedlichen Stadt Wanaka vorbei, über den Haast Pass drüber, geht's an die raue Westküste Neuseelands und an die Tasmanische See. Über die Hochalpinstraße wird einem der Ruf der nassen Westcoast auch ganz schnell bewusst.

Highlight hier sind die beiden Gletscher Fox und Franz Josef. Imposant schlängeln sie sich ins Tal bis fast auf Meereshöhe.

Über so nen Teil mal hinweg zu fliegen, das wäre was.


29.10. Vom Fox und Franz Josef Gletscher zu den Pfannkuchenfelsen

10. Tag: Das Wetter macht hier was es will und somit spielte es keine Rolle, ob der Wetterbericht gestern für heute NUR Sonne meldete. Früh sah es absolut nicht danach aus und dabei wäre das hier doch so wichtig wegen dem geplanten Hubschrauberflug zu den Gletschern. Früh auf um 8 hatten wir 3 Hubschrauber reserviert am Fox. Doch die Berge hingen absolut im Dunst und ein Schauer jagte den Nächsten. Und dann die traurige Nachricht, die Piloten finden es zu gefährlich wegen Winde und schlechter Sicht.

Ok Plan B, auf später verschieben und in der Zwischenzeit zu einem Postkartenfotomotiv-See, dem Lake Matheson fahren. Das spiegelglatte Wasser, der im Dschungel angelegte Pfad für die Umrundung und die zwischendurch immer rausguckenden Spitzen der Berge, machten der Speicherkarte der Kamera ordentlich zu schaffen.

Das Wetter zog auf, hing dennoch in den Bergen mit Wolken und Regen fest. Wie naiv konnte ich denn auch sein, nen Helirundflug in Angriff zu nehmen, in einem der regenreichsten Gebiete Neuseelands.

Plan C, ca. 20 km weiter nördlich zum 2. Gletscher, dem Franz Josef fahren und es dort versuchen. Auf dem Weg dahin wurde es immer schlimmer, also ade Heliflug ...


Oder doch nicht ... Nach dem Ortseingangsschild reißt es doch tatsächlich auf. Und leckomio, wir sind die ersten, denen der Flug heut genehmigt wird. Nach einem kurzen Spaziergang durch einen kleinen Wald stehen wir vor einem leeren Flugfeld mit vier Heliportlandeplätzen. Und wie in einem Werbeclip kommen drei Helikopter angeschwebt.

Ein sensationeller Rundflug auf ein neben dem Gletscher liegendes Schneefeld inkl. Schneeballschlacht, ein Überflug über den spektakulären Gletscher und Rückflug über das Gletscherbett zurück nach Franz Josef. Wow!!!!

Die Strecke hoch bis an die Pfannkuchenfelsen ist ein Traum! Viel davon direkt an der Küste entlang.

Unser Knallerhotel liegt direkt am unfassbaren Strand mit Zimmer, die einen Ausblick zum niederknien hatten.

Ganz klar, dass wir erstmal das Zimmer umräumen mussten. Also Bett weg von der Wand und direkt bis an die große Glasfront geschoben. Das Meer im Blick aus dem Bett beobachten und was wir da noch nicht wussten, auch den absoluten unglaubliche Sternenhimmel mit der Milchstraße. Hier, da keine "Lichtverschmutzung" von Dörfern, Städten oder Straßenlampen möglich war, könnte man das sowas von genießen.

Das Wetter war sonnig und da sich das alles hier schnell ändert, gingen wir noch der Straße hoch und den Pfad entlang zu den Pfannkuchenfelsen. Klingt unspektakulär, jedoch bei Flut, wie es bei uns war, ist diese zerklüftete Bucht einfach nur eine turbulente Show von Wellen, die an ausgehöhlerten Felsen, Inseln und Gesteinsformationen brechen. Gleich beim Beginn des Einstieges gibt's auf der gegenüberliegenden Seite der Straße eine spitzenmäßige Pizzeria, betrieben von einem Deutschen, der das echt mit Liebe praktiziert.

Wir konnten nicht genug bekommen (auch von der Pizza und dem leckeren Schokokuchen) von den Pfannkuchenfelsen und weil nach 8 eh die Sonne unterging, gingen wir nochmals zu der Bucht. Mit dem Getöse der Wellen, die um einen rum brechen und der untergehenden Sonne, gibt es für mich keinen romantischeren Ort. Also wer da nen Heiratsantrag loswerden will ...

image
image
image

30.10. Punakaiki - Abel Tasman Nationalpark

11. Tag: Wach werden mit rauschenden Wellen im Ohr, die Augen aufgemacht und (aufgrund der innenarchitektonischen Veränderung am Vortag) den Blick direkt aufs Meer gerichtet - öhm ja - läuft!

An der tollen Westcoast entlang bis Westport und dann rein ins Landesinnere, um nördlich auf Nelson und noch weiter hoch dann auf den Abel Tasman Nationalpark zu treffen.

In Motueka zu schlafen ist ein super Einstieg in den Nationalpark, da man von da aus nur paar Minuten braucht.


31.10. Abel Tasman - Picton

12. Tag: Am südlichen Zipfel fährt von Kaiteriteri ein kleines Linienschiff hoch an die verschiedenen Buchten, um Wanderer und Kanufahrer rauszulassen. An der Torrent Bay sind wir ausgestiegen, um durch den Busch die Küste entlang ein bisl zu wandern und immer wieder mal auf nen Aussichtspunkt zu kucken.

Menschenleere, goldene Strände hinter jeder Abzweigung, Hammer!

Wer die Zeit hat, der läuft einen Teil und kombiniert das mit einer Kanutour, um den tollen Nationalpark auch nochmal vom Wasser aus genießen zu können.

Am Nachmittag gings dann via Nelson (Achtung für die Herr der Ringe Fans, hier gibt's den Schmied, der die Originalringe für den Film gemacht hat und einige auch noch ausstellt) nach Picton.

Denn morgen früh wartet hier unser Segelschiff mit dem Kapitän und seiner Frau auf uns, welches uns durch die Malborough Sounds bringt. 

image
image
image

01.11. Die Malborough Sounds

13. Tag: Der erste Abschnitt unserer beiden Segeltage in die Sounds. Vom Hotel runter an den Yachthafen mit unserem Tagesgepäck unterm Arm geklemmt, sahen wir verschiedene Segelboote. Die Frage war, welches war unseres. Unter all den modernen Teilen stach ein ganz historisches, jedoch tiptop in Schuss gehaltenes heraus. Die "Steadfast", ein von dem Besitzer selbst gebautes (!!!) Segelschiff, war für die nächsten zwei Tage unser Verkehrsmittel. Lawrence und seine Frau Grace steuerten und bewirteten uns auch durch diese unfassbare Inselwelt, die wie ertrunkene Täler uns erschienen.

Duskydelfine kreuzten das Boot und es war kaum Schiffsverkehr. Nur wir auf dem speziell für uns gecharterten Schiff ... Hey geht's besser?! Nach einigen Stunden legten wir auf einer einsamen Insel an. Ein kleiner Pfad führte auf die Spitze der Insel und oben hatte man einen 360 Grad Blick, der seinesgleichen sucht. Auf dem Weg dahin sahen wir einige Pinguine in für deren speziell gebastelten Nester (teilweise sogar mit ihren Jungen).

Die Reisezeit ist einfach perfekt, denn das erlebt man nur im neuseeländischen Frühjahr, unserem Herbst.

Weiter gings, nach selbstgebackenen Brownies von Grace, zu unserer Lodge, teilweise luxuriös, teilweise im

Kiwistyle traditionell-einfach gehalten, aber beide Zimmertypen super.

Ein tolles Panoramarestaurant liegt oberhalb der kleinen Lodges und bietet nen super Service. Ein kleiner Pool und ein Whirlpool mussten natürlich nochmal abends von uns genauer untersucht werden ...


02.11. Die Malborough Sounds / mit der Interislanderfähre zur Nordinsel nach Wellington

14. Tag: Lawrence und Grace warteten schon mit der Seadfast unten am Steg auf uns. Ist ein tolles Gefühl einfach auf dieses tolle Segelschiff zu gehen und zu wissen, dass man mit dem auch den Tag unterwegs ist. Auf dem Weg durch die Sounds nach Picton machten wir in einer niedlichen kleinen Bucht noch ne Kaffeepause mit selbstgebackenen Muffins von Grace. Ein bisl wärmer und die Bucht wäre spitze für mal baden gewesen.

Kurz nach 2 ging unsere Fähre von Picton (Südinsel) nach Wellington (Nordinsel und Hauptstadt Neuseelands).


03.11. Wellington

15. Tag: In der windigsten Stadt Neuseelands war heute absoluter Sonnenschein. Normal war das nicht, da doch am Vortag ordentlich die nördliche Insel mit einer riesigen Wolkendecke behängt war. Da sich ja nun bekanntlich das Wetter schneller ändert, als man "sonnenklar" sagen kann, macht es Sinn, die Lockouts als erstes anzusteuern. Der schönste der Stadt ist der mit dem Cable Car erreichbare botanische Garten, der über der Stadt thront. Definitiv einer der bekanntesten Fotostopps. Kleiner Spaziergang durch den teilweise dichten Busch lässt einen vergessen, dass man mitten in der Hauptstadt ist.

Kleiner Zwischstopp an einem Kaffee direkt am Hafen mit tollen Sandliegesesseln, die definitiv in unseren Garten kommen und weiter gings.

Auf der "Unbedingt-Machen" Liste stand heute auch das Te Papa, das Nationalmuseum. Ich bin ein absoluter Kulturbanause und eigentlich kann man mich mit sowas jagen, aber ich hatte mich letztes Jahr schon zwischen dem Te Papa und einem ganztägigen Herr der Ringe Locationtrip rund um Wellington entscheiden müssen. Im Nachhinein hatte ich nur Gutes drüber gelesen, also diesmal Attacke! Vier Bereiche hat das Museum. Natur, Maori, die ersten Siedler und die Sonderausstellung, die Schlacht von Gallipoli. Speziell letzteres war auf meinem Schirm, weil hier die Jungs und Mädels von Weta (Macher von Herr der Ringe) involviert waren. Unbeschreiblich waren die lebensecht dargestellten "Giganten" (Soldaten, Offiziere, Krankenschwestern aus Szenen dieser Schlacht), in der 85 % der neuseeländischen Soldaten fielen. Diese Figuren waren so lebensecht, das ich mir vorkam wie Gulliver. Unbedingt machen, war fantastisch!

Weiter gings vom Te Papa mit dem Taxi zu den Weta Caves, der Firma, welche hinter den 6 Herr der Ringe und Hobbitteilen steckt. Nicht nur die, sondern auch von unfassbar vielen Filmen, wo man doch eigentlich die Produktionsstätte Hollywood dahinter vermutet.

Eine kurze Führung durch einige originale Filmrequisten war für die Nerds, Gigs und Fans ein Traum.

Abends folgten wir einer Empfehlung für einen tollen Burger auf das obere Ende der Cubastreet. Die Location war super. Ein alter Bus, bunt bemalt in dem gebruzzelt wurde. Der Burger war gut, kommt aber an dem Ferg-Burger in Queenstown nicht ran. 

image
image
image

4.11. Wellington - Whanganui River zur Bridge to nowhere

16. Tag: Eine Lodge so tief im Nirgendwo, dass keine Straße, nur ein Fluss hingeht. Die Geschichte über einen Versuch dort eine Siedlung zu etablieren, was jedoch auf Grund der rauen Verhältnisse nicht gelang, machte mich schon echt mehr als neugierig.

Unseren kleinen Bus stellten wir im Vorgarten von einem Bekannten unseres Guides Gabi ab, der einsiedlermäßig nur mal aus dem Fenster raus nickte.

Unterhalb war ein großer Fluss, der Whanganui River. Kurz nach unserer Ankunft hörten wir ein Speedboot anbrausen.

Einige Zeit später kam der Lodgebesitzer selbst, der uns runter zum Speedboot begleitet. Der 70-jährige Joe war ein richtiger Charaktertyp. Klar steuerte er sein Boot selber und fuhr uns 30 min lang den Fluss rauf, bis an seine Farm/Lodge. Kein Nachbar weit und breit, vereinzelte wilde Ziegen an den steilen Hängen des Flusses, ein Tal was sich auftut und steile Wälder, die das alles umrahmen.

Am Anleger angekommen wurde nur das Gepäck schnell ausgeladen. Joe holte noch nen überdimensionalen Rucksack mit Keksen, Kaffee und Tee. Dann ging es nochmal 20 min den Fluss hoch mit unserem gelben Speedboot mit 2 Chevroletmotoren und um die 500 PS Power. Das Teil bewegte sich gefühlt über dem Wasser, denn wir fuhren über Stromschnellen, wo teilweise die Steine rausguckten. Joe steuerte selbstsicher drüber und hinter jeder Kurve eröffnete sich wieder ein neuer toller Bilck.

Der Einstieg zum Pfad zur "Bridge to nowhere" lag vor uns. Kleine Kaffeepause da wo das Boot anlegen konnte und los gings entlang nem ca. 45 min Track bis zur Brücke. Kaum vorstellbar, dass hier Siedler es ernsthaft mit Landwirtschaft versucht hatten, war doch das Terrain steil, unwegsam und von Schluchten durchzogen. Und dann mitten im Dschungel eine Brücke mit nem Anfang, aber drüben kein Weiterkommen außer über Stock und Stein in den Dschungel rein.

In der Lodge angekommen brannte schon der Kamin. Hier war alles einfach und man fühlte sich doch pudelwohl.

Joe lebte hier nicht alleine. Seine Töchter kümmerten sich ums Abendessen und 2 weitere Helfer scherten draußen Schafe, kümmerten sich um die Pferde, Schweine, Hunde und ein Pfau saß auch auf der Veranda. Von hier überblickte man das Tal in beide Richtungen, wo sich der Whanganui River durchschlängelt. 

image
image
image

5.11. Whanganui River - Wai-O-Tapu - Whakatane

17. Tag: Zeitiger als sonst ging es los, da unser Ziel ja heute im Nordosten der Nordinsel lag und man auf dem Weg dahin diese fast komplett durchqueren musste.

Bisl kühl erwachten wir, da der Kamin ja nicht die komplette Nacht durchbrannte. Entschädigt würden wir durch den Blick draußen im Tal, welches schon fast als mystisch zu beschreiben wäre. Wolkenfetzen hingen über der Fluss in den Wäldern drin, hier scheint das wahrliche Herr der Ringe Nebelgebirge zu sein.

Nach der Speedbootfahrt und auch einer überfälligen 360 Grad-Drehung mit dem Teil, wo jeder mal vom Fluss geduscht wurden ist, gings mit dem Bus weiter an den Lake Taupo, einem explodierten Vulkan, welcher so eine Sprengkraft hatte, das die Römer und die Chinesen in alten Schriften davon berichteten.

Vorbei auch an Rotorua gings an ein tolles Thermalgebiet namens Wai-O-Tapu. Ich kannte das schon vom letzten Mal und fand das da schon recht interessant, wenn um einen rum der Schlamm brodelt, Schwefeldämpfe aus Löchern austreten und ganze Seen in verschieden Farben leuchten und nebelten. Absolut sehenswert.

Weiter gings an die Küstenstadt Whakatane.

image
image
image

6.11. White Island - Maori

18. Tag: Irgendwie wird das hier so langsam zum Muster. Um 8 Uhr war der spektakulärste Hubschrauberflug in Neuseeland, zum aktiven Vulkan auf dem Meer, White Island geplant. Das Wetter war super als wir vom Hotel los sind. Als wir ne halbe Stunde später am Heliport ankamen, hatte sich es angefangen zuzuziehen. Die Piloten diskutierten wild, vor der Schauerfront fliegen oder hoffen, dass diese schnell durchzieht und noch etwas abwarten. Die Sonne knallte über dem Meer, doch die graue Schauerfront entpuppte sich als ordentliche Regenwolke. Desto länger wir auf eine Verbesserung hofften, desto schlechter wurde es.

Doch wie es in Neuseeland mit dem Wetter halt so ist. Es ist unberechenbar! Und das hier mal positiv gemeint. In einem Affenzahn zog es auf. Nach einem letzten Webcamcheck auf White Island, der auch blauen Himmel zeigte, gings los. Mit zwei Hubschraubern, fast im Parallelflug, starteten wir zur über 50 km von der Küste entfernten Vulkaninsel.

Der Anflug war schon grandios. Unter einer schwarzen Wolkendecke abgetaucht und den zweiten Helikopter immer im Blick. Echt was fürs Herz.

Am Horizont Rauchschwaden und die Gewissheit, der Vulkan schläft nicht.

Klar das man da drauf eigentlich net landen sollte. Natürlich landeten wir dennoch drauf.

Paar hundert Meter vom Landepunkt ist der Kern des Kraters. Krater kann man eigentlich hier alles nennen, denn überall rechts und links nebelte und blubberte es. Das gelb gefärbten Gestein vom Schwefel sah grandios aus, seltsame Schornsteine, geformt vom austretenden Gas und der Geruch von Schwefeldioxid machte manchmal das Tragen der Maske zu ner sinnvollen Sache.

Unfassbar, dass an den äußeren Hängen, auf leuchtend grünen Wiesen, Brutkolonien von Vögeln nisteten. Auch spannend, die zerstörten Überreste der Fabrik, welche Anfang der 30er hier stand. Durch den Schwefel verfault das Holz nicht und es ist bizarr, dass riesige Zahnräder vom Rost zerfressen sind und Fensterrahmen noch aussehen wie grade eingesetzt.

Ein Erlebnis, das man nie vergessen wird!

Am späten Nachmittag trafen wir Nahe unserem Hotel in Whakantane auf eine Maori-Familie. Geschichten wurden erzählt, wie die Urahnen von ihrem Stamm hier mit Kanus von den Philippinen das Land erreichten. Man aß ein traditionelles Hangi zusammen und irgendwie erinnerte mich das an eine Grillparty im Garten.

Zu guter letzt erfolgte ein kultureller Austausch,ganz nach Maori-Tradition, mit einem Lied. Und somit ist dieser Stamm nun mit dem Holzmichl konfrontiert worden und Gott sei dank ist es nicht als kriegerischer Akt, ähnlich dem Haka, fehlinterpretiert worden.

image
image
image
image

7.11. Die Coromandel-Halbinsel

19. Tag: Auf dem Weg nach Tairua, einem traumhaften Badeort am Pazifik, stand unser vorletztes Hotel an einer traumhaften Bucht. Wasser war drum herum, der eigentliche Strand ca. 800 m entfernt. Klar war es zu kalt zum baden und nur die Surfer trauten sich mit Shorties ins Meer. Achso und drei verrückte Erzgebirgler natürlich auch.


08.11. Die Cove Cathedral und weiter nach Auckland

20. Tag: Der Hot Water Beach ist genau das wonach es klingt. An nem einsamen Stein, bei Ebbe 10 m Richtung Strand, buddelt man sich ein Loch mit einer Schaufel, die immer auf paar Steinen liegt. Und wenn man net aufpasst verbrennt man sich den Hintern, wenn net eine kalte Welle das gebuddelte Loch abkühlt. Da bei uns grad zunehmende Flut war, reichte es nur für heiße Füße.

Der Weg zu dem einmaligen Strandabschnitt, wo die Cove Cathedral liegt, führt über einen unfassbar tollen Panoramaweg. Ca. 45 min über Treppen und teils ordentlich windig. Instagram- oder neues Facebookprofilbild nötig. Hier entsteht es.

Weiter nach Aukland in die größte Stadt Neuseelands und zum Abendessen ins Wildfirer, einem "All you can eat"-Brasilianer. Da kommt man nur mit einem glänzenden Bauchnabel wieder raus.

image
image
image

09.11. Auckland und Heimreise

21. Tag: Devenport ist eine Teil von Auckland und bisl wie eine viktorianische Hafenstadt gegenüber der Stadtkern konzipiert, der über die HarbourBridge, oder viel besser und schneller mit den regelmäßig pendelnden Fähren zu erreichen ist.

Das hoch Laufen dort auf den kleinen Mt. Victoria lohnt sich für einen tollen 360C Blick.

Glaube so ein typischen Touristending ist auf dem Tower von Auckland rauf zu gehen. Ist schon schön, aber so viel mehr sieht man auch net als in Devenport auf dem Vulkankegel des Mt. Victoria. Und weniger los ist es hier allemal.

So Heimreise mit Emirates und dem aktuell längsten Flug der Welt über 17 Stunden von Auckland nach Dubai.

Da die Maschine ca. 40% gebucht war, hieß es für fast jeden ne Reihe für sich. Und mit dem Entertainmentprogramm war der Flug bei weiten nicht so ne Herausforderung wie angenommen. Noch a bisl Dubai - Frankfurt und mit unserem gemieteten Bus dann nochmal 6 Stunden heim ins Erzgebirge. Klar alles nicht ganz ohne!


Wenn man jedoch bedenkt, dass man doch gerade noch auf der anderen Seite der Welt am Strand, durch die Märchenwälder entlang gelaufen ist oder mit dem Hubschrauber über Gletscher und Vulkane geflogen ist oder mit Segelschiffe und mit Speedboote doch durch Inselwelten und einsame Flusstälter geschippert ist, aussergewöhnliche Menschen kennen gelernt hat, dann ist das ein Leichtes um dafür unvergessliche Bilder, Erlebnisse und Eindrücke für immer gespeichert zu haben.