Neuseeland Experte - Erfahrungsbericht

Auf den Spuren der Hobbits

Erfahrungsbericht Mietwagenrundreise Neuseeland

Auf der Spuren der Hobbits

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1. TEIL - AN (UN)EXPECTED JOURNEY

Und unser ganz eigenes Abenteuer beginnt...

TagEins: "Aus dem Radisson Blue Frankfurt in die Welt starten" trifft's. Das runde Teil selbst ist schon ein echter Hinkucker. Tolles Frühstück, super freundlich... Passt! Tja und dann geht's mit Singapur Airlines auf den 12 Stundenflug nach Singapur! Jipieijuhea... (50%Ironie inkludiert). Aber top essen, tolles Unterhaltungsprogramm. Was will man mehr.


TagZwei: HollaDieWaldfee... Nach 12 Stunden Flug bis Sungapur und nochmal 10 Stunden Flug mit Air NewZealand (die net ganz an Singapur Airlines ran kommt aber definitiv zu den besseren Airlines dieser Erde gehört) bis Auckland fühl ich mich wie ein flugunfähige Vogel der in ein Triebwerk gekommen ist! Aber das verfliegt wenn man schon am Maori-Zöllner ran kommt und der in einem perfekten Deutsch und einer guten Laune die einfach von einen Beamten man nicht erwartet fragt, wie es uns nach dem Flug denn geht und ob wir noch ansprechbar wären.

Allerspätestens dann, wenn du in der Ankunftshalle einne riesige Zwergenskulptur siehts, die eigentlich zur Requisite vom Erebor aus dem Hobbit gehören sollte! Mit dem Taxi (85 NZ$) ging es dann ins Hotel Quadrant im Zentrum von Auckland. Absolut ok für die eine Nacht!


TagDrei: Ok Frühstück verpennt, aber das war abzusehen um fit zu starten. Via der Rezeption ein Taxi bestellt und während der Fahrt zu Thrifty Car Rental nochmal vom indischen Taxifahrer übers links fahren "therapiert" worden. Autoübernahme ganz unkompliziert (internationaler Führerschein + regulären Führerschein + Kreditkarte nicht vergessen und alles ist in Butter).


Da wir eine geniale Unterkunft gebucht hatten am Lake Karapiro (nahe Matamata), um zum Hobbit Filmset schnell zu kommen, war Auckland nicht auf unserer Sightseeingliste. ABER a bisl musste trotzdem sein. Darum haben wir uns den Mount Eden hergenommen, was ein genialer Aussichtspunkt auf Auckland ist und somit ne sehr gute Entscheidung war. Nach 3maliger Betätigung der Scheibenwischanlage anstatt der Blinker hatte ich's dann nu auch begriffen, was alles mit der Linksfahrerei einher geht. Die ca. 150km bis zur Karapiro Lodge waren ein Klacks. Kleiner Mittagssnack unterwegs und dann waren wir da. In der Lodge... IN DER LODGE!!! 

Nach dem vorsichtigen eintreten standen wir plötzlich im Wohnzimmer der Vermieter, die sich die RugbyMeisterschaft grad mit nen Stückchen Kuchen reinzogen. Etwas überrascht sprangen die beiden auf. Ersten Worte an uns: "Sie haben ein Upgrade." Ich wähle diese Worte als meine neue Lieblingsbegrüssung! Die Suite mit dem Ausblick ist das einfach das genialste und atemberaubendste was ich in meinem Touristikerleben jemals gesehen habe. Als ich auf dem Balkon Stand war mir sofort klar erstens warum Peter Jackson (Regisseur der Herr der Ringe und Hobbit Trilogien) sich für die Region für das Auenland entschieden hatte und zweitens, wieso sich jeder unsterblich in dieses Land verliebt!!!

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Abends hatten wir unser eigentliches erstes Highlight, eine abendliche Führung im Auenland mit anschließendem Banquetessen im "Grünen Drachen". Ich will nicht groß anfangen mit Schwärmen. Wir konnten es einfach gar net glauben, es war unfassbar! Für jeden "Nicht-Hobbit-Fan" schon atemberaubend (denn es waren durchaus einige dabei die weder Filme noch Bücher kannten... Blasphemie(!!!!)). Jetzt stellt Euch mal vor wie das auf uns wirkte!!! "Kuck da is Gandalf mit dem Wagen gefa'... und kuck da der Festbaum wo Bilbo den Ring aufsteckte und versc`... und da kuck, kuck doch mal ..."

Ich glaub das verstehen nur die eingefleischten Herr der Ringe & Hobbit Fans. Absolutes Highlight und bekanntestes Gasthaus in der südlichen Hemisphäre "Der Grüne Drachen". Nach ein bisl Spannungsaufbau an der Bar mit dunklem Hobbitbier wird der Vorhang zur Seite geworfen und "Wowwwohuah" ... Kennt ihr die Szene aus dem ersten Hobbitteil wo die Zwerge bei Bilbo das Abendessen "zelebrierten"?... Was frag ich Euch natürlich kennt ihr die... Genau, das Stand da jetzt vor uns! Was für ein Abend. Na klar gabs dann noch eine Führung mit Laterne durch Hobbingen sozusagen als Verdauungsspaziergang und nochmal wurden lustige Kleinigkeiten erzählt wo keine Sau drauf gekommen wäre. Es war eines der schönsten Abende für uns zwei. Mag sein das ich leicht zu begeistern bin, aber das haut den stärksten Fan um.

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2.Teil... MITTELERDE IN ECHT


TagVier: Man öffnet die Augen und denkt sich "Boar Gandalf, krasser Traum" und dann wenn die letzten Synapsen angesprungen sind wird einen klar, also entweder hat die Matrix einen Fehler oder es ist alles echt. Aber allerspätestens bekommt man das Dauergrinzen nicht mehr aus dem Gesicht, wenn man sieht wo man grad aufgewacht ist. Die Karapiro Lodge ist einfach nur der Wahnsinn. Gehst zum Balkon und der Morgen begrüßt dich mit diesem Blick auf dem Karapiro Lake und die Felder und Wiesen auf Hügeln verteilt. Diese Landschaft ist nicht einfach nur entstanden, man hat das Gefühl, das wurde alles designed!!!


Auf um 9 hatten wir gestern das Frühstück für Heute bestellt, also gingen wir runter und am großen Tisch im Esszimmer der Familie Rompelberg war schon alles vorbereitet. Zwei Amerikaner, die gestern auch bei der DinnerTour in Hobbiton dabei waren saßen schon dran, genau so wie 5 Asiaten. Alle ganz nett. Die Hausleute Ed und Ann werkelten in der Küche an Pfannen und Töpfen an unser Frühstück. Es fehlte an absolut nichts! Obst, Cornflakes, Bemme, Rührei, Spiegelei, Speck... eines Hobbits würdiges Frühstück eben! Als die beiden in der Küche fertig waren und der letzte Wunsch nach Saft, Tee, Kaffee, mehr Ei, mehr Obst und noch mehr gebratene Schwamme uns erfüllt wurde, saßen die beiden sich zu uns. Ed und Ann (de Hausleut') setzen sich danach zu uns an den Tisch. Sie erzählten uns von Ihrer Tochter die auch hier lebt, von der tollen Umgebung rund um dem See, dass sie auch schon einen Deutschlandroadtrip gemacht haben und irgendwann kamen sie natürlich auch auf die Filme zu sprechen. "Weißt Du Ronny" fing er an zu erzählen, die Crew der Filmteams sind Perfektionisten, aber der Perfektionist der Perfektionisten ist dieser Peter. "Du kennst den Peter Jackson?" fragte ich. "Ein wenig schon, immerhin schlaft Ihr in der Suite, wo er während des Drehs geschlafen hat" - mir viel fast das Besteck aus der Hand! "Warte nochmal Ed... Hier haben paar Leute von Drehteam geschlafen inkl. Peter Jackson?? Und wir haben die Suite von ihm??" Mit einem verschmitzten Lächeln nickte er.


Mittags hatten wir die Tagestour im Hobbiton gebucht gehabt, also checkten wir bei Ed und Ann aus, eigentlich überflüssig zu erwähnen das ich ihm fast die Hand abgeschüttelt hab vor Dankbarkeit für DAS UPGRADE! Auf dem Weg zum "Shire" ertappte ich mich wie ich doch immer wieder Ausschau für zum Verkauf stehender Grundstücke kuckte. In Hobbiton angekommen war ganz schön was los und mir wurde klar es war eine goldrichtige Entscheidung die etwas privatere Eveningtour gestern schonmal zu machen. Somit war das jetzt hier nur nochmal eine Ergänzung um paar Clips anstatt Fotos zu machen. Klar war es wieder umwerfend genial und trotz der vielen Leute perfekt organisiert, dass jeder Zeit für Bilder und smalltalk mit David, unserem Guide gefunden wurde.

Und dann verließen wir schweren Herzens die Gegend rund ums Auenland Richtung Rotorua und dem gleichnamigen See. Im Princess Gate Boutique Hotel checkten wir nach ca. einer Stunde fahren ein und irgendwie nachdem wir in unser altehrwürdiges Zimmer kamen, packte uns neben dem Schwefelgeruch der für die Region ja bekannt ist der Jetlag nochmal.

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TagFünf: Ausgeschlafen waren wir nu dann ordentlich. Klar war das Rotorua das Zentrum für Adrenalinjunkies ist. Naja und da dachten wir, stürzen wir uns mal rein. Gehört hatte ich schon von "Zorbing", aber was für einen Spaß das macht, wurde uns erst hinterher klar. Am Ortseingang von Rotorua sahen wir gestern schon die Wiesen mit den großen fast durchsichtigen Kugeln. Das Prinzip ist, Du setzt dich ins Innere der Kugel, die mit etwas Wasser gefüllt ist. Und so wirst du einen Abhang rein geschupst. Wir konnten vor Lachen nicht mehr! Das war ja mal ein Start in den Tag! So halb 11 und nu? 

Glei daneben war ein kleiner Zoo namens Rainbow Springs. War ok aber mehr auch nicht. Und daneben gabs ne Seilbahn namens Skyline. So nu ist bekannt das da oben man so einiges aufregendes tun kann. Wir entschieden uns für "Loge". Am besten beschreibt man es als Kreuzung zwischen GoKart fahren und Sommerrodelbahn. Was für ein Gaudi. Ich glaub 5 verschiedene Strecken gehen von der Bergstation runter ins Tal. Geteert, ca 3m breite "Straßen" die man mit den lenkbaren Seifenkisten bewältigt. Spektakulär!


Das zog sich bis zum späten Nachmittag. Am Abend hatten wir uns ein MaoriVillage angeschaut. Sollte man mal gemacht haben, wobei das ganz schön auf Tourismus ausgelegt wurde. Wichtig war mir das ich mal den "Haka", den maorischen Kriegstanz live mal zu sehen bekam (bekannt aus dem Rugby der neuseeländischen Nationalmannschaft, den "All Blacks")

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TagSechs: Der heutige Tag sollte eigentlich ganz unspektakulär werden. Das Wai-O-Tapu Wonderland liegt direkt auf dem Weg. Ein tolles Thermalgebiet, welches man durchwandern kann. Beeindruckend die brodelnden Schlammlöcher und Seen. War absolut sehenswert. 


Der eigentliche Grundgedanke heute war: "Wir fahren von Rotorua zum Tongarironationalpark, nichts weiter." Zwischendrin wollten wir an dem Fluss halt machen, wo die Hobbit Szene aus dem ersten Teil mit den Fässern gedreht wurde. Aratiatia Rapids war also unser Ziel. Tja haben wir auch gefunden. Dauernd war auf dem Weg der "Rapids Jet" ausgeschrieben. 

Am Fluss angekommen stellte sich das als SpeedJetBootAdventure heraus. Was soll ich sagen, klar will man auf den Fluss rauf, ja und wenn's mit einem Speedboot ist mit einem 500PS Chevrolet-Motor, dann sagen wir nicht nein! Alter Falter! Kann hier nur auf die Bilder verweisen! 

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Da das Wetter heute einfach nur sensationell ist und der morgige Tag noch ein großes Fragezeichen darstellte, hatten wir uns "Mordor" (Tongarironationalpark) heute schon etwas genauer angekuckt. Im Zentrum des Parks befinden sich drei aktiven Vulkanberge: der Tongariro (1968 m), der Ngauruhoe (2291 m) und der Ruapehu (2797 m). Der Ngauruhoe ist der bekannte Schicksalsberg aus demnach Herr der Ringe Filme. 


Über eine Schotterpiste kommt man an den Anfang des "Tongariron Alpin Crossing Tracks". Ca 2 km von den 18 sind wir reingelaufen. Das Panorama ist atemberaubend! Da es schon um 5 war, drehten wir wieder um. Eingecheckt im Chateau Tongariron Hotel Mt Ruapehu und ein Abendessen was die Quantität eines Sternekoch gehabt haben muss, brachte den Tag einfach nur noch zum perfektem Abschluss!

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TagSieben: Wie zu erwarten war nachdem ich vorsichtig ein Auge Richtung Fenster aufmachte das eingetreten was ich befürchtete! Es regnete nicht nur, es schüttete und stürmte. Also nix mit um 8 Uhr starten zur ca. 8 stündigen Tongariro Alpine Crossing Tageswanderung. 


Aber es zog relativ schnell auf und nach dem Frühstück versuchten wir unser Glück. Da wir an der Rezeption gesagt bekamen, das im Winter(!) eh leider kein Shuttelbetrieb angeboten würde, war eine komplette Überquerung eh nicht drin. Man kommt zwar problemlos über ne holprige Schotterpiste mit dem Auto an den Zugang, aber an der anderen Seite holt einen nun mal keiner ab. 


Also entschlossen wir uns bis zum höchsten Punkt, dem "Red Crater" zu laufen, dort umzudrehen um wieder mit unserem Auto hier weg zu kommen. Wie gesagt, das war der Plan. Über eine beeindruckende Ebene, immer an einem kleinen Fluss entlang kommt von der kargen Landschaft in genau diese trostlosen Bereich, der als Schauplatz für Mordor diente. Dramatisch ziehen sich erkaltete Lawa-Ausläufer in das Tal, wo gebieterisch mit einer schneebedeckten Decke unser Schicksalsberg alles über thront. Es ist einfach nur zum niederknien, wie unfassbar das alles auf einen wirkt und wir konnten es nicht sein lassen aller paar Minuten mit einem "Schau dir das an!" oder "unfassbar" dies auch kund zu tun. 


Nach ca. 4 km über Stock und Stein kommt man zu den "Soda Springs" einem tollen Wasserfall, dem wir jetzt ignorieren, dafür dann beim Abstieg einen Besuch abstatteten. Wir ignorierten Ihn deshalb, weil uns spätesten jetzt klar war, auf was wir uns eingelassen hatten. Denn hier endende die Ebene und es ging über einen steilen Pfad und Treppen in den Himmel. So schien es. Und hier überholte uns unsere erste kleine Bekanntschaft. Ein schwedischer Skilehrer, von dem wir in einem kurzen smalltalk erfuhren, er wolle zum Südkrater (der vor unserem Ziel noch lag). Er meinte das sei heftig genug. In einem atemberaubenden Tempo ging er weiter wie Flash aus einem DC-Comic! 

Der Aufstieg bewies das meine nicht vorhandene körperliche Fitness heute an de Grenze kommen wird! Junior ließ mich echt alt aussehen. Oben an dem leider nur augenscheinlichen Ende des Anstiegs tat sich ein ca. 3 km langes aber ebenes Eisplateau vor uns auf. Jeder vernünftige hätte jetzt gesagt "ok war nett, aber lass uns zurück gehen". Ein kurzer Augenkontakt genügte und weiter ging's. 


Da der Schnee nicht hart war, sondern leicht angeschmolzen brachen wir oft ein und es war mehr ein taumeln als ein laufen. Tja und das über 3km zerrte auch ganz schön an unsere Kräfte besonders nach dem Aufstieg bis zum Eisfeld. Am Ende ging es dann nochmal steil bergauf, wo am oberen Ende es unerwarteter Weise komplett schneefrei war. Von hier aus hatten wir nun einen sensationellen Blick in das Tal der anderen Seite der Tongariro Alpine Crossing. Unfassbar, einmalig, unvergesslich! Und dabei hasse ich das wandern und bin definitiv nicht der Bergurlauber. 


Nun ja und dann wird einem klar, das man die ganze Scheisse auch wieder zurück muss! Ok das Eisplateau war hart! Der Abstieg ging super schnell, aber unten dachte ich mir fliegen die Kniekugeln aus den Kniescheiben! Nach dem Abstieg und den Abstecher zum schon erwähnten Wasserfall, zog sich der Weg bis zum Carpark wie Kaugummi! Man ist es ja gelaufen und sollte meinen, das man weiß was man tut. Einen alten Scheiss weiß man!!! Hinter jeder Kurve war ich mir sicher, ich seh diesen drecks Carpark und irgendwann zweifelt man an sich selber ob man doch (was unmöglich ist, weil alles top beschildert ist) falsch abgebogen ist!


Es war unbeschreibliches Erlebnis und jeder sollte sich das antun, der auf der Nordinsel einen Tag für sowas Zeit hat. Da ich ja nur bis zur Hälfte des Tracks mitreden kann und das schon unbeschreiblich war, will ich mir nicht ausmalen, was wir auf der anderen Seite verpasst haben. Und wenn im Sommer die Shuttelei uneingeschränkt angeboten wird, dann sollte man auch durchlaufen. Von der Entfernung haben wir ja zumindest das gleiche durch. Also ja es ist anstrengen, aber ja es ist absolut machbar und muss sein!

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3. Teil... WELLINGTON - Zentrum der zukünftigen Filmindustrie


TagAcht: Vom Bayview Chaeau Tongariro abzureisen tat schon a bisl weh. Das lag nicht nur an dem tollen Abendessen, mehr an dem Ausblick und der Lage des fast bisl zu edlem 20erJahre Hotels. Du läufst aus der Lobby raus Richtung Parkplatz und siehst diesen (Achtung keine Anspielung) einsamen Berg Mount Ngauruhoe (der gar nicht so einsam ist aber deren eine Bruder sich von der Perspektive dahinter versteckt und am anderen seinen Hängen das Hotel steht von dem ich so schwärme), mit seinen schneebedeckten Gipfel, in einer Farbenkombi aus Orange, Lila und Rot fast wie ne gute Fotoshoparbeit und somit ganz unrealistisch wirkt. 


Da die Straße am Hotel noch nicht alle war, sondern ca. 6km noch weiter hoch ging, zu einem Skigebiet, kucken wir uns das auch noch an. Da pochte schon das Skifahrerherz, aber wir hatten einfach die Zeit dafür nicht! Von der Region konnten wir nicht lassen, und somit fuhren wir Richtung Ohakune um als Hobbit-Fans uns den "Gollum Wassefall" anzukucken. Der war ganzes Stück außerhalb und schon etwas versteckt, aber Hartnäckigkeit siegt. Ich frag mich immer wie diese Film-Location-Scouts solche Plätze finden. 


Zurück in Ohakune kamen wir am Hotel "Matterhorn" vorbei. Irgendwo hatte ich schonmal davon gehört?! Hunger hatten wir auch, also rein und Mittag. Bisl im Herr der Ringe - Reiseführer geblättert und war ja klar, das Filmteam war hier auch mehrere Tage. Und tatsächlich hingen auch um uns rum einige Bilder vom Hotel mit einem sehr jungen Orlando Bloom und einen sehr intellektuellen wirkenden Frodo. 


Weiter ging's via Taihape (mit einem Abstecher zur größten Bungeeanlage Neuseelands - nein, NEVER NEVER EVER!!!), wo Szenen vom Fluss Anduin gedreht wurden) weiter nach Foxten zum "Trollwald". So richtig gefunden haben wir den nicht, aber der liegt direkt am Strand und der Strand ist befahrbar. Tja zum baden war's zu kalt, also cruisten wir bisl mit unserem Toyota aufn Strand rum. Wann hat man dazu schon mal die Gelegenheit! 


Sehr spät starteten wir dann endlich nach Wellington. Zentraler als zentral lag unser Quality Hotel auf der Cubastreet. Perfekt aber auch bekloppt weil, Freitagabend - Auto - Voll - Parkplatz?! Irish Pubs, subkulturelle Cafés, Edelitaliener, aufwändig gestaltete Bars, diverse andere Restaurants, Clubs im Designer-Look, alles richtig einladend auf einer Straße gepackt! Geil!

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TagNeun: Wellington ist das Zentrum von allem rund um Herr dem Ringe und dem Hobbit. Mag sein das das am Weta Workshop und an Weta Digital liegt (derzeit die besten Illusionisten der Filmwelt), die in der weltweiten Filmindustrie nicht mehr weg zu denken sind. Viele Drehorte sind rund um Wellington verteilt. 

Da wir nur einen Tag für alles hatten, hatten wir im Vorfeld eine ganztägige (wie soll es auch anders sein) Lord of The Rings - Führungen bei "Wellington Rover Tour" gebucht. Ja was soll ich sagen... Das äußere Auenland am Mount Victoria, die Führung in den Weta Studios, das Bruchtal und die Gärten Isengards in den Vororten Wellingtons mit unserem Guide John, der einfach NUR redete und wir echt das erste mal genug von Herr der Ringe Anekdoten hatten. 

Der Typ liebt seinen Job, das ist schon mal klar und unsere kleine bunte Gruppe aus Australiern, Kanadiern, Amerikanern und Engländern verstanden garantiert den ein oder anderen Joke mehr als wir. Nichts desto trotz war es perfekt und durch die Kurzweiligkeit auch schon abends!!! Danke Tripadvisor für den Restauranttip "Cin Cin" keine 200m von unserem Hotel entfernt. Die zwei leckersten Pizzas auf der Welt mit dem Wahnsinn (warmen) Schokokuchen zum Schluss... Wir werden alle Pizzen und jeden Kuchen an diesen messen!!!

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Teil 4... DER NORDEN DER SÜDINSEL 


TagZehn: Wenn im Urlaub 5.30Uhr der Wecker klingelt läuft eigentlich was ganz falsch. Zählt aber nix, wenn die Fähre so zeitig zur Südinsel geht. Das Auto hatten wir auch noch an der Backe. Also Karre abgegeben, Taxi von Thrifty Car Rental schnappen und zum Hafen fahren lassen zur Interislanderfähre, die uns nach Picton bringt. Ca. 3 Stunden dauert die Überfahrt raus aus der langen Hafenzufahrt von Wellington über die beängstige Cook-Strasse (siehe YouTube - bei uns jedoch ganz ruhig) bis zu den vorgelagerten kleinen Inseln der großen Südinsel nach Picton. Kein Wunder warum es als schönste Fährpassage der Welt gilt!


In Picton von Schiff gegangen nahmen wir unseren neuen Mietwagen von Thrifty entgegen... Und wisst ihr noch meine Lieblingsbegrüssung? Genau "Wir haben ein Upgrade für Euch". Ehrlich gesagt merkte ich erst einen Tag später das der Aurion 270 PS hatte. Läuft!


Nach einen genialen Pass erreichten wir unser kleines Zwischenziel die Pelorus Bridge. Ja ich weiß die "Nicht Herr der Ringe/Hobbit Nerds" langweilst, tja aber für uns war es eine lustige Sache in dem Fluss baden zu gehen, wo im Film 13 Zwergen und ein Hobbit angespühlt worden (auch wenns übelst kalt war).


Weiter ging's nach Nelson/Richmond wo unser außergewöhnliches Kershaw House als nächste Unterkunft auf und wartete. Phill der Hausbesitzer machte freudig auf. Und uns vielen fast die Augen raus. Mehr geht nicht. Ein Wohnzimmer mit Kamin und FlatTV, ein charmantes Esszimmer, ein niedlicher Garten und ein famoses Schlafzimmer für uns. Phil kam gleich mit Karten uns Prospekten was wir am Folgetag den alles machen könnten. Dabei hatten wir ja schon einen kleinen Plan, den Nelson war die Heimatstadt vom Herr der Ringe Goldschmied Jens Hansen.


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TagElf: Nach einem perfekten Frühstück von Phil machten wir uns auf der Suche nach dem Mann, der die Ringe aus dem Film geschmiedet hatte. Jens Hansens Geschäft lag bisl versteckt im Zentrum. Viel kleiner war der Laden als erwartet und Halftan Hansen selbst stand hinterm Tresen.

Klar kauften wir einen Ring aus DER Ringschmiede. 


Genial war der gewehrte Einblick in die Werkstatt selbst wo zwei Schmiede an Ringen und kleinen Ketten grad werkelten. Und dann kam Halftan mit eine großen Schatulle auf uns zu, machte sie auf und einer der originalen Ringe lag da drin. Eigentlich hätten wir danach direkt wieder in Bett gehen können, denn was sollte der Tag noch bringen. 


Ein kurzer Stopp bei Tasman-Helicopter um nur mal die Preise zu checken (1000$ für 40min) war dann doch ein guter Grund weiter zu fahren in den Abel Tasman Nationalpark! In Marahau war er!!!! Für uns DER STRAND! Wir hatten grade Ebbe und wir konnten auf einen ca. 800m BREITEN Strand bis zum Meer gehen, legten unser Handtuch vorne hin und beanspruchten (anders wie die Liegenbesetzer) die gesamte Bucht für uns. Kein Problem da außer uns an der ca 3km langen Küste keiner war. Anschließend fuhren wir Richtung Takaka. Auf der Hälfte, am obersten Punkt des Passes mit begnadeten Aussichtspunkten, Bogen wir auf einer unbefristetsten Schotterpiste zu einen Drehort. Ein Waldstück mitten in einer hügeligen und mit Schafen übersäten Landschaft. Absolut unberührt und traumhaft einsam und schön!


TagZwölf: Von Nelson (Richmond) ging es nach Kaikoura. Nach der Hälfte ging es direkt an raue Ostküste. Eine Straße die an Norwegen erinnert, nur findet man hier nicht an fast jeder Bucht Robbenkolonien! Etwas Nieselregen und Nebel ließ es zu einen ungemütlichen Wettertag werden.


TagDreizehn: Um 6 Uhr klingelte der Wecker! Und das nachdem in der Nacht der Ort sich eben genau die Nacht ausgesucht hatte für eine Erdbebenübung! Stellt euch vor alle großen Sirenen, Krankenwägen, Feuerwehr und Polizei sind gleichzeitig "aktiv". Bin fast aus'n Bett gefallen, obwohl mich der Gastgeber unserer Lodge vorwarnte. 7.15 Uhr ging es zu unserer Whalewatchingtour. Nachdenklich wurde ich als auf der Anzeigetafel beim Check bei unserer Tour folgendes stand "Tour 7.15 - sickness warning"! 


Das Schiff war top modern, die Crew perfekt, freundlich und es wäre alles mehr als nur interessant gewesen. Die Wellen waren ca. 3m, aber das Boot sprang förmlich drüber. Wir hatten so unfassbar sehr zu kämpfen und irgendwie wurde mir klar warum nicht nur eine Speitüte im Sitz vor mir klemmte, sondern ca. 20! Von den 50 Mitleidenden hielten wir und noch ca. 10 andere durch. ALLE anderen nutzten ALLE Tüten und somit war es zwar sehr schön das wir tatsächlich auch einen Wal sehen konnten, genießen konnte es keiner! 

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Weiter ging es ca. mit einer 5 stündigen Fahrt südlicher später dann ins Landesinnere zu den Südalpen. Unser Ziel heute war Fairlie und eine Nacht in einer Farm. Nun stellt man sich net viel drunter vor. Einfache Unterkunft halt. Zweckmäßig eingerichtet und man hofft dass man mit den Farmern klarkommt. Wir hatten ja keine Ahnung was uns erwartet hatte. 


Die Familie Jones war leicht zu finden. Von der Hauptstraße ging eine kleine kurze geringelte Straße auf einen Hügel. Was für ein genialer 360C Blick und was für ein modernes Farmhaus. Jane, unsere Gastgeberin bemerkte uns sofort und wedelte mit den Armen wild als kommen lang vermisste und erwartete Familienmitglieder! Und genau so wurden wir auch willkommen genießen. Was für ein tolles Haus! Jane stellte uns ihren beiden Kindern vor! Super nett und nur schwer zurück zu halten, damit Sie meinem Sohn alles zeigen durften. Ein sensationelles Abendessen wie zu Weihnachten hatte Jane vorbereitet. Und nachdem Michael von dem Füttern der Tiere kam und genau so nett war wie alle anderen wurden uns Löcher in den Bauch gefragt. 


Es war so schön und die Zeit verging wie im Flug. Die frischgeborenen Lämmer, kleine Kälber, ne 6 Wochen alte kleine Katze, ein treuherziger Hund, jeder wurde vorgestellt! Unser Zimmer hatte einen Ausblick direkt auf die Alpen. Es geht nicht besser!

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Teil5 ... DAS ZENTRUM DER SÜDINSEL


TagVierzehn: Nach einem traurigen Abschied von der Familie Jones ging es weiter zum Lake Tekepo und dem Observatorium. Ein unglaublicher Ausblick über die Alpen, dem See und der Umgebung. Knapp 2 Stunden genossen wir diese Aussicht. So richtig fassen kann man das erst wenn man die Bilder von der Kamera durchklickt. 


Weiter ging es dann nach Twizel. Bekannt geworden ist der niedliche Ort, da hier einer der weltweit größten Kampfszenen weltweit gedreht wurde für die "Rückkehr des Königs". Im Infocenter des Ortes angekommen fragten wir nach einer geführten Tour. Und wie soll's auch anders sein, ging in 30min auch eine los. Glei gebucht natürlich und wir wurden idealerweise direkt auch vom Infocenter abgeholt. Wir fuhren auf ein riesiges Feld welches Privatgelände war. Mit Schnappschüssen aus dem Film, unfassbaren Geschichten von 42 tägigen Dreh, über 200 Reitern und einen ganzen Ort der als Komparsen herhalten musste, war es ein absolut empfehlenswerter Trip!


TagFünfzehn: Von Twizel fuhren wir weiter nach Queenstown. Unterwegs suchten wir noch eine kleine Drehort auf namens "Flucht zu Fuhrt". Hab ich erwähnt das 100km/h das absolute Speedlimit in Neuseeland ist. Und wisst ihr noch vom Upgrade des Mietwagens und die fast 300 PS von dieser Karre. Mein Gott da fährt man auch mal 120. Blöd nur wenn die Polizei beim entgegenfahren die Geschwindigkeit misst. Somit war ich 80$ los. Im grandiosen Hotel Rees direkt am Ufer in Queentstown eingecheckt. Perfekt!

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TagSechzehn: Wo ist der Fehler?! 7.00 Uhr klingelte der Wecker???! 8.00 Uhr ging's auf die Lord auf The Rings Tour durch das Umland von Queentstown und Glenorchy. Picknick im "Fangorn" und vorallem das unfassbare Privatgrundstück fast am Ende des "Örtchens" Paradise(!) (absolut zutreffend und jetzt kommt's - mit 5 Einwohnern) wo ich einfach nur bitte mein Haus stehen hätte haben wollen. Wir waren wirklich mitten drin in Mittelerde. Hier und jetzt fühlte ich das mehr denn je. In jeder Blickrichtung eine andere Kulisse. Berge mit Schneekappen, der See Wakatipo, die grünen Felder mit Pferden und Schafen drauf, die Wälder und das alles zu unserem Glück mit genau den richtigen Wolkenfetzen geschmückt. 

U N F A S S B A R ! ! ! Wenn mich das Land nicht schon längst gefesselt hätte, jetzt hätte es mich endgültig. Ok - Mega, toll grandios! Reicht für einen Tag ja nu wohl! Hätte ich von zuhause auch doch nicht an dem Nachmittag "einen" Helikopterflug gebucht. Warum genau hier? 


Also eigentlich muss ich gestehen war das bisl Zufall, denn auf der Nordinsel und auch auf der Südinsel gabs genug Anbieter und Gelegenheiten! Wer konnte bitte ahnen, dass wir heute bei Alfie Speight, DEM Piloten der in allen 6(!) Herr der Ringe & Hobbitfilmen die Luftaufnahmen machte, einstiegen!!! 

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Wir hatten die kleine Tour gebucht, die es schon finanziell in sich hatte. Kurz bevor es losging rief ich die angegebene Nummer an betreffend eines letzten Wetterchecks, da es am Morgen grauerlich aussah und es erst übern Vormittag aufzog, hätte des ja nu auch ins Wasser fallen können. Und was waren noch meine neuen Lieblingsbegrüssungsworte? 

Genau "Upgrade!" Was das so richtig bedeutet konnte war mir da noch nicht klar. Noch ein Pärchen aus Südafrika flog mit und die hatten scheinbar die große Tour gebucht. Und da nur mit 4 Leuten geflogen wird, waren wir die Glückspilze die die kleine Tour buchten, aber die große bekamen.


Hey ich könnte hier anfangen zu schwärmen, das wir die Hälfte des Fluges beide vorne neben Alfie sitzen durften, das wir teils genau wie in den Filmen an den Spitzen und Rücken der Berge nicht nur entlang flogen, sondern die fast streiften, könnte schreiben wie unfassbar die Landung auf einem Eisfeld hoch in den Bergen war, oder das wir paar Minuten später unten am Strand in einer einsamen und unzugänglichen Bucht der Westküste aufsetzten oder der Weiterflug tief übern Wasser vom Milford Sound... MACH ICH ABER NICHT! Ich schreib das alles hier, klicke Bilder und Filmclips durch und kann das alles nicht fassen und glauben! 

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Teil6 ... DEM ENDE ENTGEGEN


TagSiebzehn: Nach einem tollen Frühstück in dem niedlichen hoteleigenen Restaurant mit niederkniehenden Blick auf den Lake Wakatipo und Queenstown ging es heute zu unserem südlichsten Punkt der Reise, Te Anau. Das ist der Ausgangspunkt für den Besuch des Milford Sounds. Und wieder fährst Du durch traumhafte Landschaften, die sich hinter jeden Hügel ändern, vorbei an unzähligen Schafen und hunderten von kleinen Lämmern, immer mit dem Drang aller paar Minuten anzuhalten, zu kucken, zu fotografieren und zu genießen. Nach 2 Stunden plus gefühlten 1.346.536 FotoStopps in Te Anau und unserer tolle Lodge angekommen blieb uns gar nicht mehr so viel Zeit zum "äddeln" (lag daran das wir in Queenstown einfach nur viel zu spät los sind und fast aus unserem Zimmer höflich komplementiert wurden so kurz vor 12 ... "hust". Wir konnten uns einfach nicht von dem Blick lösen und das Kofferpacken dauerte halt da bisl länger). Abends hatten wir den Besuch einer Glühwürmchenhöhle gebucht. Über den Lake Te Anau ging mit einem Schiff an ne ganz versteckte Höhle am hinteren Ende des Sees. War echt ne tolle Sache zumal man nach paar hundert Metern mit dem Boot in eine stockfinstere Höhle gelangt mit unzähligen Lichtpunkten, dass man denkt man schaut in einen Sternehimmel.


TagAchtzehn: Wir spielten mit dem Gedanken den Milford Sound einfach weg zu lassen. Immerhin sind es von Te Anau pro Strecke reichlich 2 Stunden. Das Wetter war auch nicht die Welt. Und außerdem hatten wir bei dem tollen Rundflug den Milford Sound ja nicht nur überflogen, wir landeten ja auch bei sensationellen Wetter. Tja also klar logisch, bei so vielen Argumenten nicht zu fahren, aber wir fuhren natürlich trotzdem. Was für eine außergewöhnliche Strecke das nur war. Da es regnete, waren unzählige Wasserfälle unsere Begleiter. Teils über und auf der Straße wo man ja nur darunter durch musste. An der höchsten Stelle des Passes angekommen wartete ein bergabführenden dunkler schmaler "One Line" Tunnel auf uns. Zum 2. Mal (das erste Mal in dem engen einen Meter hohen Zugang zur Glühwürmchenhöhle) musste ich an das schwere Erdbeben 2012 denken. Das wäre der bekloppteste Ort in ganz Neuseeland wenns wackelt. 


Es schneite wie verrückt und wir hatten ja nu keine Winterräder drauf. Da wir das ja später wieder zurück hoch mussten, fragte ich mich schon ob man denn am Milford Sound irgendwo schlafen könnte. Die Schifffahrt selber war sehr schön, selbst bei Dauerregen. In paar Wasserfälle steuerte das Schiff fast direkt rein und beim größten gingen wir auf Deck um bei ca. 8C uns noch 2C kälteres Wasser fast zu duschen, in Klamotten, tolle Idee! 


Rückzu war ein großes Schild in der Ankunftshalle am Hafen "Straße geöffnet". Da wir zeitig gestartet waren, kamen wir am frühen Nachmittag wieder in unserer Lodge an. Endlich konnten wir auch mal ne Lodge, in dem Fall auch eine besonders schöne genießen. Der "Aufenthaltsraum" war eine Wohnstub'. 2 Sofas, eine Tee-Ecke mit Keksen und Brownies, ein Bibliothek natürlich mit vielen Tolkienwerken bestückt und neben der ganzen Nostalgie auch a bisl Technik. Ja und klar kuckten wir mal Lord of the Rings an und machten einfach mal nix weiter als zu genießen. Draußen im Garten war ein geniales Schachspiel was wir bei dem genialen Wetter auch nutzten. Abend suchten wir uns ein niedliches Restaurant im Ort, das Redcliff. Ich hatte im Reiseführer gelesen das bei Dreharbeiten rund um Te Anau das die Casts logierten. War lustig dort. Niedlich eingerichtet wars und dadurch urgemütlich. Ich weiß nicht, aber vielleicht bin ich zu leicht zu begeistern, denn das Essen war sau geil! Die Chefin die auch mit bediente sprach ich auf die Filme an und darauf grinste Sie wie ne Honigspeckfettbemm' und es sprudelte aus ihr raus bis das Essen kam. Ok weiß nicht, ob ich ihr alles glauben soll, denn da waren paar seltsame Geschichten dabei, wie z.B Orlando Bloom der Sie im Badehandtuch unter der Dusche raus klingelte. Aber vielleicht hab ich auch nur schlecht übersetzt.


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TagNeunzehn: Te Anau - Wanaka.

Die Te Anau Lodge hatten einen riesigen Garten mit lustigen Assessors drauf, wie z.B. ein altes durch der Witterung elendiges aber ehrwürdiges Klavier, ne englische Telefonzelle(!) und einen edlen Pavillon. Am tollsten fanden wir jedoch eben das Schachspiel und eh wir auschecken spielten wir noch ne Runde. Eigentlich sollte es ein reiner Fahrtag werden. Doch entdeckten wir eine Location nahe Queenstown, die wir noch nicht erkundet hatten. Also Zwischenziel war das "Schattenbachtal" also anvisiert. Die Straße bog lt. Karte rechts ab. Als wir davor standen war es ein ordentlicher Pass mit einer heftigen Steigung! Nach ca. 2km hörte jedoch der geteerte Teil der Straße auf und die Schotterpisten war recht locker, dass unsere Möhre mehrfach durchdrehte, als wäre ich mit abgefahrenen Winterrädern zum Skihang in Carlsfeld hin unterwegs. Und der Vergleich hinkt nicht mal da am Ende der Steigung tatsächlich ein ganz schön großes Skiareal dann war. Klar jetzt hier im Frühling geschlossen, aber dennoch echt imposant. Das eigentliche Highlight waren die Ausblicke jedoch auf Queenstown. Werd ich nie vergessen diesen 270 Grad Blick.


TagZwanzig: Eh wir von Wanaka zum Franz Josef Gletzscher loslegten, machten wir nochmal nen Stopp in nen lustigen Labyrinth in dem Ort. Ab Mittag draschte es heftigst, aber da war ja wieder das Thema mit den tausenden Wasserfällen! Unsere Baumhauslodge am Franz Josef war urig, aber gemütlich. Es regnet was das Zeug hielt, aber das hielt uns wiederum nicht davon ab, den kleinen heißen Aussenpool zu benutzen, jedenfalls solange bis es blitzte und paar hundert Meter neben uns auch einschlug.


TagEinunzwanzig: Der Regenwald und die Westküste zeigten sich von ihrer besseren Seite. Die Quadtour war eine geniale Idee, um die Region zu erkunden. Klartext: Zum Laufen waren wir zu faul und für einen Flug mit dem Helikopter war das Budget zu knapp geworden. Ne australische Familie und wir beide waren zusammen mit unserem Guide, auf 4 Quads unterwegs. Der Guide, ein anfang zwanzig jährige taffe junge Frau führte uns durch den Dschungel, durch tiefen Schlamm, dank Pfützen die eigentlich Seen waren und uns inkl dem Quad bis zur Hüfte versinken ließen und über das ehemalige Gletzscherfeld des Franz Josef. Die Kleeene wollte es echt wissen. War genial, vorallem in der Kulisse unter dem Gletzscher, den Wäldern, Dschungel und den Bergen!


Nach 2 Stunden sahen wir aus wie die Schweine. Da wir spezielle Klamotten bekamen und dann einfach abgesprüht wurden war das kein Ding. Genau 5 Stunden besuchten wir an der Westküste entlang, über den Arthurpass bis Christchurch.

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TagEinundzwanzig: Was unbedingt auf meiner Liste für Neuseeland stand, war der Drehort von Edoras. Als ich von der "Hauptstadt Rohans" vor Jahren gelesen hatte, dass diese großartige Landschaft so exerziert, wollte ich das unbedingt sehen. Von Christchurch ist es schon übelst weit. Pro Strecke fast 3 Stunden. 


Was man dann sieht, scheint nicht real! In der Mitte des riesigen, unfassbaren Tals dieser einsame Hügel. Grün bewachsen mit Grass und Moos. Ringsum die Ebenen dagegen braun und zu der Zeit eher karg. Am Ende Berge mit Schnee oben drauf. Einfach nicht zu fassen. Undenkbar das da die eine kleine Stadt in glaub 8 Monaten drauf gebaut haben für lediglich 11(!) Drehtage! Der Aufstieg dauert ne knappe halbe Stunde. Oben drauf zieht das wie Hechtsuppe, aber total egal bei dem Panorama. 


Da wir die Tour mit einem speziell für das Gelände präparierten "Lord of the Ring" Bus/Track gemacht haben mit einem lustigen bisl abgefahren Guide, würde ich das nur so empfehlen. Mit dem Auto könnten wir viele Locations auch über fiese Schotterpisten die letzten 3 Wochen erreichen, aber das wäre nur mit einem 4x4 möglich gewesen. Das letzte leckere Abendessen in einem Steakhaus zum Abschluss und um dann das schlimmste, schrecklichste, unausweichliche hinnehmen müssen... Es war Zeit zum Koffer packen!


TagZweiundzwanzig: Das Frühstück ließen wir aus Protest gegen den bevorstehenden Heimflug direkt ausfallen. Hatten aber dann doch hunger und fuhren noch an MC ran um uns langsam wieder kulinarisch runter zu regeln. Der Sturz war zu heftig und ich ließ glatt meinen "McMuffin Bacon & Whatever" stehen. 

Am Flughafen angekommen fanden wir problemlos die Stellplätze von Thrifty um unser knapp 300 PS Möhre (top Auto und sogar bisl begeistert gewesen von Toyota, jedoch eine Qual fast permanent eine 100 nur fahren zu dürfen) los zu werden. Irgendein ThriftyTyp parkte grade paar Autos um. Auf die Frage wo das Büro zur Abgabe des Schlüssels ist erklärte er's mir zwar, kurz drauf fragte er, ob voll getankt ist und ob mit dem Auto alles ok sei. Dann nach dem Schlüssel. Ohne das Auto anzukucken ging er, bedankte sich und wünschte uns einen guten Flug. Hab noch nie so einfach einen Mietwagen los bekommen. Bei der Gepäckaufgabe wurde es dann doch bisl peinlich. Gut das ich nix mit Tourismus zu tun habe. 


Eigentlich war ich ja nur froh, das alles in den Koffer rein ging. Irgendwie hab ich das Gewicht absolut unterschätzt! Umpacken war nicht ausreichend. Also zahlten wir ordentlich Zusatzgepäck! Also nochmal für alle 23kg Air NewZealand!

In den USA muss man ja sein Gepäck wieder holen, also Durchchecken ist nicht. Also dachten wir, das wir das Gepäck an der Backe hatten. War aber nicht so. Ein Stück nach dem Verlassen des Fliegers würden uns die Koffer schon direkt abgenommen zum weiter aufgeben mit der Lufthansa. Geil! Somit auf nach Hollywood, zumindest mal kurz.


Der Walk of Fame ist knappe 20km vom Flughafen entfernt, somit braucht man Zeit und vorallem Geld! Denn das Taxi wollte Schlappe 80$ (pro Strecke (!)). Da wir aber net endlos viel Aufenthalt hatten, war das Taxi die schnellst Möglichkeit und somit die Einzige. Auf dem Walk of Fame angekommen, welcher Stern denkt ihr war der erste den wir sahen??? Peter Jackson ... Der Typ der irgendwas mit Ringe und Mittelerdefilme zu tun hat! Knaller! Perfekter Abschluss! Dann ging's mit der Lufthansa a 'ham.

Ich werde glaub ich noch a bisl brauchen um das alles zu verdauen. Jedenfalls bin ich mir sicher, das ich das gefunden habe, was ich immer gesucht habe. Ein Land das so vertraut ist, wie mein Zuhause, aber doch so sehr anders, das es meine Vorstellung vom perfekten "Place to be" auf dieser Welt ist. Ich hab Mittelerde betreten! Und ich bin süchtig danach wieder zu kommen und irgendwann vielleicht sogar zu bleiben!

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Ihr habt Lust auf eine Neuseelandreise?

Exklusive Gruppenreisen nach Neuseeland


EXKLUSIVE KLEINGRUPPENREISE NEUSEELAND

21 TAGE FJORDE, VULKANE UND BEGEGNUNGEN

begleitet von Ronny Scherer






Reiseverlauf Auckland – Christchurch


Tag 1 *Ankunft Auckland

Tag 2 *Tairua

Tag 3 *Whakatane

Tag 4 *Rotorua

Tag 5 *Whanganui National Park

Tag 6 *Wellington

Tag 7 *Wellington

Tag 8 …. Hier finden Sie den kompletten Reiseverlauf mit allen Informationen


Unfassbare Strände, traumhafte Gletscher, türkisfarbene Seen Neuseeland – das Land der langen, weißen Wolke.


Diese Reise werden Sie nie im Leben vergessen!


Eine Rundreise abseits der Touristen ströme mit Jetboot-Fahrt, exklusivem Segeltörn, Helikopterflug über die Gletscherwelt der Südinsel und einmaligen Erlebnissen mit Einheimischen.

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Eingeschlossene Leistungen:

-Hinflug von Deutschland - Auckland


-Rückflug von Christchurch - Deutschland


-Abholung am Flughafen von Ihrem deutschsprachigen Reiseleiter


-Rundreise im geländefähigen Kleinbus von Christchurch nach Auckland


-deutschsprachige naturkundliche Reise- und Studienleitung (zugleich Fahrer) vor Ort


-Reisebegleitung vom Neuseeland-Experten Ronny Scherer während der gesamten Reise


-18 Übernachtungen in guten Mittelklasse-Hotels/ Motels


-1 Übernachtung in rustikaler Lodge (Dusche/Toilette auf dem Gang)


-1 Übernachtung in einer ländlichen Pension (Dusche/Toilette auf dem Gang)


-20 x Frühstück (F)


-7 x Abendessen (A)


-2 x Picknick Lunch (bei den Bootsfahrten Marlborough Sound & Milford Sound)


-11.11.24 Willkommens-Abendessen im Sky Tower


-14.11.24 Te Puia Combo inkl. Hangi dinner


-15.11.24 Wai-O-Tapu Thermal Wonderland


-15.11.24 Jetboot Fahrt auf dem Wanganui Fluss mit Exkursion zur „Bridge to Nowhere“ *


-18.11.24 Fährüberfahrt über die Cookstraße von Wellington nach Picton


-18.11.24 Postboot-Tour zur Punga Cove


-19.11.24 Beachcomber Cruises nach Picton inkl. Lunchbox


-20.11.24 Schifffahrt und Wanderung im Abel Tasman Nationalpark


-22.11.24 Flug im Helikopter über die Gletscher der Südalpen, einschließlich Landung auf dem Gletscher (leicht)


-26.11.24 Fahrt in den Fjordland-Nationalpark inklusive informativer Schifffahrt im Milford-Sound inkl. Lunchbox


-28.11.24 Opawa Homestay Farm Tour


-30.11.24 Abschieds-Abendessen Canmore Hotel Christchurch


-zahlreiche kurze Wanderungen in verschiedenen Vegetationszonen



nicht im Reisepreis eingeschlossen:


-nicht erwähnte Mahlzeiten, mit "optional" oder „fakultativ“ angegebene Aktivitäten, Reiseversicherungen

Allgemeine Hinweise:

Schalenkoffer sind erlaubt. Aus praktischen Gründen empfehlen wir jedoch weiche Reisetaschen.


Jeder Reiseteilnehmer sollte Reisegepäck nur in begrenztem Umfang mitnehmen (20 kg).


Wir empfehlen folgende Ausrüstung: feste Wanderschuhe + zweites Paar Schuhe, wetterfeste Regenbekleidung, kleinen Tagesrucksack, extra Tasche für Boardgepäck an Tagen 5 und 8, Sonnenhut, Fotoapparat.


Die Unterkünfte haben in den meisten Fällen Waschmaschinen und Trockner.


Es werden Doppelzimmer bzw. Wohneinheiten angeboten, geeignet für zwei Einzelreisende oder ein Paar. Die Unterkünfte enthalten Bad und Schlafzimmer und oftmals eine separate Wohnküche.


Aufgrund örtlicher Gegebenheiten oder Wetterverhältnisse können Programmänderungen erforderlich werden. Sollten vorgesehene Aktivitäten, welche aufgrund lokaler wetterbedingter Gegebenheiten vom lokalen Leistungsträger abgesagt werden, ausfallen, so wird an anderer Stelle eine alternative gleichwertige Aktivität organisiert.


Diese Tour ist ausgerichtet auf den naturkundlich interessierten Reisenden in kleiner Gruppe. Besondere körperliche Fitness ist nicht erforderlich. Der Reiseteilnehmer kann auf Wunsch einer gemeinsam geplanten Aktivität fernbleiben, und/oder die im Reiseverlauf angegebene Alternative wählen. Die kleine Gruppe macht es möglich, dass der Reiseleiter auf spezielle Bedürfnisse einzelner Kunden eingehen kann und somit fachkundig ein besonderes Reise- und Studienerlebnis bietet.

Termine

09.11. - 02.12.2024 (Mindestteilnehmerzahl erreicht)

09.11. - 02.12.2025

09.11. - 02.12.2026



jeweils pro Person im Doppelzimmer



Reisepreis 2024: ..............8699,00 €

Einzelzimmerzuschlag ......1699,00 €


Reisepreis 2025: ...............9499,00 €

Einzelzimmerzuschlag ...... 1799,00 €




Reisepreis 2026: ...............9799,00 €

Einzelzimmerzuschlag ...... 1899,00 €

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